Wie Tom’s Hardware berichtet (https://www.tomshardware.com/pc-components/storage/rampocalyse-pricing-prompts-maker-to-construct-his-own-memory-using-ancient-apollo-era-tech-usb-drive-resurrects-hand-threaded-magnetic-core-memory-using-salvaged-russian-computer-parts), hat ein Technik-Enthusiast einen Magnetkernspeicher aus der Apollo-Ära als USB-Speichergerät nachgebaut. Das Projekt kombiniert alte Speichertechnologie mit moderner Fertigungstechnik wie CNC-Fräsen und 3D-Druck, um ein funktionierendes Speichermodul mit einer Kapazität von 64 Bit zu realisieren.
Historische Speichertechnik neu interpretiert
Magnetkernspeicher waren in den 1960er und 1970er Jahren eine der wichtigsten Speichertechnologien, bevor Halbleiterspeicher wie DRAM und Flash-Speicher sie ablösten. Sie bestehen aus winzigen magnetischen Ringen, die jeweils ein Bit speichern, indem sie magnetisiert oder entmagnetisiert werden. Die Herstellung dieser Speicher war damals äußerst aufwendig, da jeder Kern manuell mit Draht umwickelt werden musste.
Der Bastler nutzte ausrangierte Teile aus russischen Computern und baute die Speicherkerne per Hand in ein Gehäuse, das an einen USB-Stick erinnert. Die Steuerung erfolgt über eine moderne Elektronik, die den Magnetkernspeicher an einen PC anschließt und so die Datenübertragung ermöglicht.
Technische Herausforderungen und Grenzen
Obwohl das Projekt beeindruckend ist, ist die Speicherkapazität mit 64 Bit extrem gering im Vergleich zu heutigen Standards, die im Gigabyte- bis Terabyte-Bereich liegen. Das macht den Magnetkernspeicher als praktisches Speichermedium für den Alltag unbrauchbar. Vielmehr dient das Projekt als Demonstration der Ingenieurskunst und als Hommage an die Pionierzeit der Computertechnik.
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