Hardware · 06.07.2026, 10:51

DIY-Projekt: Magnetkernspeicher als USB-Stick mit Apollo-Ära-Technik wiederbelebt

Ein Bastler hat mit Hilfe von CNC- und 3D-Drucktechnik einen funktionalen Magnetkernspeicher im USB-Stick-Format gebaut – ein faszinierender Rückblick auf historische Speichertechnologie.

DIY-Projekt: Magnetkernspeicher als USB-Stick mit Apollo-Ära-Technik wiederbelebtBild: Brett Sayles / Pexels · Pexels · Pexels Lizenz: kostenlos nutzbar, Attribution freiwillig
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Wie Tom’s Hardware berichtet (https://www.tomshardware.com/pc-components/storage/rampocalyse-pricing-prompts-maker-to-construct-his-own-memory-using-ancient-apollo-era-tech-usb-drive-resurrects-hand-threaded-magnetic-core-memory-using-salvaged-russian-computer-parts), hat ein Technik-Enthusiast einen Magnetkernspeicher aus der Apollo-Ära als USB-Speichergerät nachgebaut. Das Projekt kombiniert alte Speichertechnologie mit moderner Fertigungstechnik wie CNC-Fräsen und 3D-Druck, um ein funktionierendes Speichermodul mit einer Kapazität von 64 Bit zu realisieren.

Historische Speichertechnik neu interpretiert

Magnetkernspeicher waren in den 1960er und 1970er Jahren eine der wichtigsten Speichertechnologien, bevor Halbleiterspeicher wie DRAM und Flash-Speicher sie ablösten. Sie bestehen aus winzigen magnetischen Ringen, die jeweils ein Bit speichern, indem sie magnetisiert oder entmagnetisiert werden. Die Herstellung dieser Speicher war damals äußerst aufwendig, da jeder Kern manuell mit Draht umwickelt werden musste.

Der Bastler nutzte ausrangierte Teile aus russischen Computern und baute die Speicherkerne per Hand in ein Gehäuse, das an einen USB-Stick erinnert. Die Steuerung erfolgt über eine moderne Elektronik, die den Magnetkernspeicher an einen PC anschließt und so die Datenübertragung ermöglicht.

Technische Herausforderungen und Grenzen

Obwohl das Projekt beeindruckend ist, ist die Speicherkapazität mit 64 Bit extrem gering im Vergleich zu heutigen Standards, die im Gigabyte- bis Terabyte-Bereich liegen. Das macht den Magnetkernspeicher als praktisches Speichermedium für den Alltag unbrauchbar. Vielmehr dient das Projekt als Demonstration der Ingenieurskunst und als Hommage an die Pionierzeit der Computertechnik.

Die aufwendige Handarbeit und die geringe Datenmenge zeigen, wie weit die Speichertechnologie seit den Apollo-Missionen vor mehr als 50 Jahren fortgeschritten ist. Dennoch bietet das Projekt wertvolle Einblicke in die Funktionsweise und die physikalischen Prinzipien magnetischer Speicher.

Warum das Projekt relevant ist

In Zeiten, in denen Speicherpreise und Lieferkettenprobleme die Hardwarebranche beschäftigen, erinnert dieses Projekt daran, wie Speichertechnologien sich entwickelt haben und welche Herausforderungen damals gemeistert wurden. Es zeigt auch, wie moderne Fertigungsmethoden wie CNC-Fräsen und 3D-Druck kreative Lösungen ermöglichen, um historische Technologien neu zu interpretieren.

Für Technikinteressierte und Historiker ist das Projekt eine spannende Verbindung von Retro-Computing und moderner DIY-Kultur. Es unterstreicht zudem die Bedeutung von Hardware-Innovationen für die Entwicklung der Computertechnik insgesamt.

Fazit

Der selbstgebaute Magnetkernspeicher als USB-Stick ist keine praktikable Speicherlösung für den Alltag, aber ein faszinierendes Beispiel für die Kombination von alter und neuer Technologie. Er macht die Geschichte der Speichertechnik greifbar und inspiriert dazu, technische Wurzeln zu erforschen und kreativ umzusetzen.

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Warum das wichtig ist

Das Projekt zeigt die Entwicklung der Speichertechnologie von der Apollo-Ära bis heute und verdeutlicht, wie moderne Fertigungstechniken historische Hardware neu beleben können. Es bietet wertvolle Einblicke in die Grundlagen magnetischer Speicher und erinnert an die Herausforderungen früherer Computertechnik, was für Technikfans und Historiker gleichermaßen interessant ist.

Quellen