Wie Tom’s Hardware berichtet (https://www.tomshardware.com/video-games/retro-gaming/germanys-1-5-million-project-to-build-the-worlds-largest-game-archive-collapses-after-funding-dries-up), wird das deutsche Vorhaben, das größte öffentlich zugängliche Videospielarchiv der Welt mit rund 60.000 Titeln aufzubauen, eingestellt. Das Projekt, das mit etwa 1,5 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln gefördert wurde, sieht sich nach dem Auslaufen der Finanzierung gezwungen, den Betrieb einzustellen und die Archivierung zu stoppen.
Umfangreiches Archiv mit historischem Wert
Das Archiv sollte eine umfassende Sammlung von Videospielen aus verschiedenen Generationen und Plattformen umfassen, die der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht werden sollten. Ziel war es, die digitale Kulturgeschichte der Videospiele zu bewahren und Forschern, Entwicklern sowie Fans einen einzigartigen Zugang zu ermöglichen. Mit 60.000 Titeln hätte das Archiv das größte seiner Art weltweit werden sollen.
Finanzierungskrise und Folgen
Die Finanzierung des Projekts beruhte vollständig auf öffentlichen Geldern, die nun ausgelaufen sind. Trotz der Bedeutung des Vorhabens konnte keine Anschlussfinanzierung gesichert werden. Dies führt dazu, dass die technische Infrastruktur, die für die Archivierung und den Zugriff notwendig ist, nicht weiter betrieben werden kann. Die Verantwortlichen sehen sich gezwungen, das Projekt einzustellen und die bisher gesammelten Daten in einen ungewissen Zustand zu überführen.
Bedeutung für die digitale Kulturerhaltung
Das Scheitern dieses Projekts wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der digitalen Kulturerhaltung, insbesondere bei Videospielen. Während physische Medien zunehmend vom Markt verschwinden – ein Trend, den etwa Sony mit der Einstellung von physischen Spielmedien verstärkt – wächst die Bedeutung digitaler Archive. Ohne nachhaltige Finanzierung und institutionelle Unterstützung droht jedoch ein Verlust wertvoller kultureller Zeugnisse.
Bild: Nicolas Foster / Pexels · Pexels · Pexels Lizenz: kostenlos nutzbar, Attribution freiwillig