Wie Tom’s Hardware berichtet (https://www.tomshardware.com/tech-industry/data-centers/cheyenne-suspends-data-center-fill-and-flush-and-closed-loop-discharges-after-meta-contractor-contaminated-its-reuse-water-system), hat ein Meta-Datenzentrum in Cheyenne den Betrieb seines Wasserkreislaufsystems vorübergehend ausgesetzt. Grund ist die Kontamination des städtischen Wassers mit einer seltenen, metallresistenten Bakterienart, die offenbar durch einen Auftragnehmer während der Inbetriebnahme des Kühlkreislaufs eingeschleppt wurde.
Hintergrund der Kontamination
Das betroffene Verfahren, bekannt als „Fill-and-Flush“, ist ein Standard-Schritt bei der Inbetriebnahme von Kühlsystemen in Rechenzentren. Dabei wird der Kühlkreislauf mit Wasser gefüllt und anschließend gespült, um Rückstände und Verunreinigungen zu entfernen, bevor das System regulär betrieben wird. Während dieses Prozesses gelangte das kontaminierte Wasser in das Wiederverwendungssystem des Rechenzentrums und von dort aus in das städtische Wassernetz von Cheyenne.
Auswirkungen auf die Wasserversorgung
Die entdeckte Bakterienart ist ungewöhnlich, da sie gegen mehrere Metalle resistent ist, was die Reinigung und Eindämmung erschwert. Die Stadtverwaltung reagierte schnell und setzte gemeinsam mit Meta und den zuständigen Umweltbehörden Maßnahmen zur Untersuchung und Eindämmung um. Das betroffene Wassersystem wurde vorübergehend stillgelegt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Bedeutung für die Rechenzentrumsbranche
Rechenzentren sind auf effiziente Kühlung angewiesen, um den hohen Energiebedarf und die Wärmeentwicklung ihrer Server zu bewältigen. Geschlossene Wasserkreisläufe gelten als umweltfreundliche Lösung, da sie Wasserverbrauch minimieren und Recycling ermöglichen. Die Kontamination zeigt jedoch, dass auch bei solchen Systemen Risiken bestehen, insbesondere wenn externe Dienstleister involviert sind.
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