Wie heise online berichtet (https://www.heise.de/ratgeber/LibreOffice-Umstieg-Woerterbuecher-und-Textbausteine-aus-MS-Office-mitnehmen-11316180.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag_plus.beitrag_plus), ist der Umstieg von Microsoft Office auf LibreOffice für viele Nutzer eine attraktive Option, um Kosten zu sparen und auf eine quelloffene Bürosoftware umzusteigen. Dabei stellt sich häufig die Frage, wie sich persönliche Anpassungen wie eigene Wörterbücher und Autotext-Sammlungen aus Word in LibreOffice übernehmen lassen. Diese individuellen Daten erleichtern die tägliche Arbeit erheblich, da sie Tippfehler reduzieren und häufig verwendete Textbausteine schnell verfügbar machen.
Wörterbücher aus MS Office exportieren
Microsoft Word speichert benutzerdefinierte Wörterbücher in der Regel in einer Datei mit der Endung .dic. Diese befindet sich meist im Benutzerprofil unter einem Pfad wie „AppData\Roaming\Microsoft\UProof“. Um das Wörterbuch in LibreOffice zu nutzen, muss diese Datei kopiert und in das entsprechende Verzeichnis von LibreOffice eingefügt werden. LibreOffice verwendet ebenfalls .dic-Dateien für benutzerdefinierte Wörterbücher, sodass ein direkter Import möglich ist.
Nach dem Kopieren kann das Wörterbuch in LibreOffice über die Einstellungen unter „Spracheinstellungen > Wörterbücher“ aktiviert werden. Wichtig ist, dass die Datei im UTF-8-Format vorliegt, um Zeichensatzprobleme zu vermeiden. Falls nötig, kann die Datei mit einem Texteditor konvertiert werden.
Autotext-Sammlungen übertragen
Autotext oder Textbausteine sind in MS Office häufig in der Normal.dotm-Vorlage oder in speziellen Autotext-Dateien gespeichert. Diese Formate sind proprietär und nicht direkt mit LibreOffice kompatibel. LibreOffice nutzt stattdessen das Konzept der AutoText-Einträge, die in XML-Dateien abgelegt werden.
Ein direkter Import ist nicht möglich, aber Nutzer können ihre häufig verwendeten Textbausteine manuell in LibreOffice anlegen oder mit Makros und Erweiterungen automatisieren. Alternativ gibt es Tools und Skripte, die den Export aus Word und die Umwandlung in LibreOffice-kompatible Formate erleichtern, allerdings erfordern diese meist etwas technisches Know-how.
Warum der Umstieg sinnvoll ist
LibreOffice bietet eine kostenfreie, plattformübergreifende Alternative zu Microsoft Office mit hoher Kompatibilität zu gängigen Dateiformaten. Für Unternehmen und Privatnutzer, die ihre Arbeitsumgebung anpassen möchten, ist die Möglichkeit, persönliche Wörterbücher und Textbausteine mitzunehmen, ein wichtiger Faktor, um den Wechsel reibungslos zu gestalten und Produktivitätseinbußen zu vermeiden.
Fazit
Der Umstieg von MS Office zu LibreOffice ist technisch machbar, wenn man weiß, wo die persönlichen Daten gespeichert sind und wie sie übertragen werden können. Benutzerdefinierte Wörterbücher lassen sich relativ einfach übernehmen, während Autotext-Sammlungen meist manuell neu angelegt werden müssen. Wer diese Schritte beachtet, profitiert von einer flexiblen und kostenfreien Bürosoftware ohne den Verlust gewohnter Arbeitswerkzeuge.
Viele Nutzer und Unternehmen suchen nach kostengünstigen Alternativen zu Microsoft Office. Die Möglichkeit, persönliche Wörterbücher und Textbausteine mitzunehmen, erleichtert den Umstieg auf LibreOffice erheblich und sorgt für eine nahtlose Weiterarbeit ohne Produktivitätseinbußen.