Welt/USA · 07.07.2026, 04:33

Scheitern mit Respekt: Wie Paare eine Trennung einvernehmlich gestalten können

Eine Expertin erklärt, wie Paare eine Scheidung als konstruktives Mittel nutzen können, um Familie und psychische Gesundheit zu schützen.

Scheitern mit Respekt: Wie Paare eine Trennung einvernehmlich gestalten könnenBild: George Pak / Pexels · Pexels · Pexels Lizenz: kostenlos nutzbar, Attribution freiwillig
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Wie NPR News berichtet (https://www.npr.org/2026/07/07/nx-s1-5877797/end-marriage-good-terms-divorce), betrachtet Karen McNenny, Autorin eines neuen Buches zum Thema Scheidung, die Trennung von Ehepartnern nicht als Niederlage oder Waffe, sondern als Werkzeug, das bewusst und respektvoll eingesetzt werden kann. In ihrem Ansatz steht der Schutz der Familie und der psychischen Gesundheit aller Beteiligten im Vordergrund.

Scheidung als bewusste Entscheidung

McNenny betont, dass viele Paare Scheidung als emotionalen Ausnahmezustand erleben, der von Konflikten und Verletzungen geprägt ist. Dabei könne eine Trennung auch als Chance verstanden werden, die Lebenssituation für alle Beteiligten zu verbessern. Wichtig sei, dass Paare sich vorab über ihre Erwartungen und Ziele klar werden und die Scheidung nicht als Kampf, sondern als Prozess der Neuorientierung begreifen.

Die Rolle von Scheidungscoaches

Professionelle Scheidungscoaches wie McNenny unterstützen Paare dabei, die Trennung konstruktiv zu gestalten. Sie helfen, Kommunikationswege offen zu halten, Konflikte zu entschärfen und gemeinsame Lösungen zu finden – etwa bei der Aufteilung von Vermögen oder der Sorge um gemeinsame Kinder. Dies kann nicht nur den emotionalen Stress reduzieren, sondern auch langwierige und teure Gerichtsverfahren vermeiden.

Auswirkungen auf Kinder und Familie

Ein zentrales Anliegen ist der Schutz der Kinder. Studien zeigen, dass einvernehmliche Scheidungen, bei denen Eltern respektvoll miteinander umgehen, die psychische Belastung für Kinder deutlich verringern. McNenny rät Eltern, ihre Konflikte nicht vor den Kindern auszutragen und gemeinsam klare Vereinbarungen zu treffen, die Stabilität und Sicherheit bieten.

Psychische Gesundheit im Fokus

Die Autorin weist darauf hin, dass Scheidungen oft mit Ängsten, Schuldgefühlen und Trauer verbunden sind. Ein bewusster Umgang mit diesen Gefühlen und gegebenenfalls professionelle Unterstützung können helfen, die psychische Gesundheit zu erhalten. Scheidung sollte nicht als persönliches Scheitern gesehen werden, sondern als Schritt zu einem neuen Lebensabschnitt.

Warum diese Perspektive wichtig ist

In einer Zeit, in der Scheidungsraten weltweit hoch sind, bietet McNennys Ansatz eine wertvolle Orientierung. Er zeigt, dass Trennungen nicht zwangsläufig destruktiv verlaufen müssen, sondern auch respektvoll und konstruktiv gestaltet werden können. Dies hat positive Auswirkungen auf die Betroffenen und die Gesellschaft insgesamt, da weniger Konflikte und Belastungen entstehen.

Die Erkenntnisse von Karen McNenny laden dazu ein, Scheidungen neu zu denken – als einen Prozess, der mit Empathie, Klarheit und gegenseitigem Respekt gestaltet werden kann, um langfristig das Wohl aller Beteiligten zu sichern.

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Warum das wichtig ist

Scheidungen sind häufig mit Konflikten und psychischem Stress verbunden. Ein konstruktiver Umgang kann Familien schützen, besonders Kinder, und die psychische Gesundheit der Beteiligten fördern. Dies trägt zu einer gesünderen Gesellschaft bei.

Quellen