Wie Tom’s Hardware berichtet (https://www.tomshardware.com/tech-industry/power-and-water-lag-the-fabs-in-south-koreas-880-billion-chip-and-ai-plan), plant Südkorea eine massive Investition von insgesamt 1.350 Billionen Won (rund 880 Milliarden US-Dollar) in den Ausbau seiner Halbleiterindustrie und KI-Infrastruktur. Dieses Vorhaben umfasst ein 520 Milliarden Dollar schweres Programm zur Förderung der Chipproduktion sowie erhebliche Ausgaben für KI-Datenzentren und Robotik, die größtenteils von Unternehmen getragen werden.
Enorme Energie- und Wasserressourcen erforderlich
Die Umsetzung dieses Megaprojekts stößt jedoch auf erhebliche infrastrukturelle Herausforderungen. Insbesondere der Energie- und Wasserverbrauch der geplanten Halbleiterfabriken stellt eine kritische Grenze dar. Ein einzelner sogenannter Megacluster, also ein großer Fertigungskomplex, benötigt laut Berichten etwa ein Viertel des gesamten Strombedarfs von Seoul. Das bedeutet, dass die Stromversorgung für diese Anlagen nicht nur lokal, sondern auch regional eine enorme Belastung darstellt.
Neben dem Stromverbrauch ist auch der Wasserbedarf ein entscheidender Faktor. Halbleiterfertigung ist extrem wasserintensiv, da Reinwasser für Reinigungsprozesse und Kühlung benötigt wird. Südkorea, das bereits mit Wasserknappheit in einigen Regionen zu kämpfen hat, muss daher neue Strategien entwickeln, um die Versorgung sicherzustellen, ohne andere Bereiche zu gefährden.
Bedeutung für den globalen Halbleitermarkt
Südkorea zählt zu den weltweit führenden Standorten für Halbleiterproduktion, mit Unternehmen wie Samsung und SK Hynix als zentralen Akteuren. Die geplanten Investitionen sollen die Position des Landes als Hightech-Standort stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten verringern. Zudem ist die Kombination aus Halbleiterfertigung und KI-Entwicklung ein strategischer Schritt, um in Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz und Robotik eine führende Rolle einzunehmen.
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