Gute News · 25.07.2026, 02:04

Wie man Bienen während Dürreperioden wirklich hilft – Wissenschaftler räumt mit Zuckerwasser-Mythos auf

Ein britischer Bienenspezialist erklärt, warum Zuckerwasser Bienen bei Dürre nicht rettet und wie effektive Hilfe für Bienen in Trockenzeiten aussieht.

Wie man Bienen während Dürreperioden wirklich hilft – Wissenschaftler räumt mit Zuckerwasser-Mythos aufBild: Ilo Frey / Pexels · Pexels · Pexels Lizenz: kostenlos nutzbar, Attribution freiwillig
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Wie Good News Network berichtet (https://www.goodnewsnetwork.org/the-real-way-to-save-bees-during-a-drought-expert-corrects-sugar-water-myth/), ist die weit verbreitete Praxis, Bienen während Dürreperioden mit Zuckerwasser zu versorgen, nicht nur unwirksam, sondern kann sogar schädlich sein. Dr. Richard Comont, Wissenschaftsleiter beim Bee Conservation Trust in Großbritannien, hat diesen Mythos kürzlich aufgeklärt und betont, wie wichtig es ist, Bienen auf die richtige Weise zu unterstützen – gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit.

Warum Zuckerwasser nicht hilft Viele Menschen glauben, dass das Aufstellen von sogenannten „Hydrationsstationen“ mit Zuckerwasser Bienen helfen kann, die durch Hitze und Wassermangel geschwächt sind. Doch Dr. Comont erklärt, dass Zuckerwasser den Bienen keine echte Flüssigkeitszufuhr bietet, die sie benötigen. Stattdessen kann die Zuckerlösung sogar das natürliche Gleichgewicht im Bienenstock stören und die Tiere von ihrer eigentlichen Nahrungsquelle ablenken. Bienen benötigen vor allem reines Wasser, um ihren Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und um Honig herzustellen. Zuckerwasser ersetzt weder die wichtigen Mineralien noch die natürlichen Nährstoffe, die sie aus Blütennektar und Pollen ziehen. Zudem kann Zuckerwasser in stehenden Gefäßen schnell verderben und Krankheitserreger anziehen, was die Bienen zusätzlich gefährdet.

Effektive Unterstützung für Bienen in Trockenzeiten Statt Zuckerwasser zu geben, empfiehlt Dr. Comont, natürliche Wasserquellen zu schaffen oder zu erhalten. Kleine, flache Wasserstellen mit sauberem Wasser, die mit Steinen oder Zweigen versehen sind, damit die Bienen nicht ertrinken, sind ideal. Auch das Anpflanzen von bienenfreundlichen Pflanzen, die in Trockenperioden blühen, kann den Bienen helfen, ausreichend Nahrung und Wasser zu finden. Darüber hinaus betont der Experte die Bedeutung des Schutzes und der Förderung von Lebensräumen, die Bienen während Hitze- und Dürreperioden Rückzugsmöglichkeiten bieten. Naturnahe Gärten, Hecken und wilde Blumenwiesen sind wichtige Rückzugsorte, die das Überleben der Bienenpopulationen sichern.

Warum das wichtig ist

Bienen spielen eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem als Bestäuber vieler Nutz- und Wildpflanzen. Ihre Gesundheit ist eng mit der Ernährungssicherheit und der Biodiversität verbunden. Angesichts des Klimawandels und zunehmender Dürreperioden weltweit ist es entscheidend, dass wir effektive Maßnahmen zum Schutz dieser wichtigen Insekten ergreifen. Falsche Hilfsversuche wie das Füttern mit Zuckerwasser können die Situation verschlimmern, während einfache, naturnahe Maßnahmen großen Unterschied machen können. Die Aufklärung über solche Mythen trägt dazu bei, dass mehr Menschen gezielt und nachhaltig zum Schutz der Bienen beitragen.

Fazit

Die Rettung der Bienen in Zeiten von Dürre erfordert mehr als gut gemeinte, aber falsche Hilfsaktionen. Sauberes Wasser, bienenfreundliche Pflanzen und der Erhalt natürlicher Lebensräume sind die Schlüssel, um Bienen wirklich zu unterstützen. Dr. Comonts Erkenntnisse helfen, verbreitete Missverständnisse zu korrigieren und zeigen den richtigen Weg auf, wie wir gemeinsam das Überleben der Bienen sichern können.

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Warum das wichtig ist

Bienen sind unverzichtbare Bestäuber für viele Pflanzenarten und damit für die Ernährungssicherheit weltweit. Angesichts zunehmender Dürreperioden ist es wichtig, sie effektiv zu schützen und falsche Hilfsmaßnahmen zu vermeiden, um ihr Überleben langfristig zu sichern.

Quellen