Wie Tagesschau Wirtschaft berichtet (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/ki-rechenzentren-abwaerme-100.html), erzeugen große KI-Rechenzentren erhebliche Mengen an Abwärme, die bislang nur zu etwa zehn Prozent als Energiequelle genutzt wird. Angesichts der aktuellen Energieknappheit und steigender Kosten stellt diese ungenutzte Wärme eine bedeutende Ressource dar, die in der Wirtschaft bislang kaum erschlossen wurde.
Abwärme als unterschätzte Ressource
Rechenzentren, insbesondere solche, die auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert sind, benötigen enorme Rechenleistung und damit auch viel Energie. Dabei entsteht zwangsläufig Abwärme, die oft über Kühlsysteme abgeführt wird. Diese Wärme wird jedoch meist ungenutzt in die Umwelt abgegeben. Experten schätzen, dass nur rund zehn Prozent der Abwärme tatsächlich zurückgewonnen und weiterverwendet werden – etwa zur Beheizung von Gebäuden oder zur Einspeisung in Fernwärmenetze.
Warum wird Abwärme kaum genutzt?
Die Gründe für die geringe Nutzung der Abwärme sind vielfältig. Zum einen fehlen häufig die technischen Voraussetzungen und Investitionen, um die Wärme effizient zu erfassen und weiterzuleiten. Zum anderen sind viele Rechenzentren nicht in unmittelbarer Nähe zu potenziellen Abnehmern, was den Transport der Wärme erschwert und wirtschaftlich unattraktiv macht. Zudem sind regulatorische und organisatorische Hürden zu überwinden, um Abwärme als Energiequelle in bestehende Versorgungssysteme zu integrieren.
Wirtschaftliche und ökologische Chancen
Die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren bietet sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile. Unternehmen könnten durch die Rückgewinnung von Wärme ihre Energiekosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten. In Zeiten steigender Energiepreise und verschärfter Klimaziele gewinnt die effiziente Nutzung aller verfügbaren Energiequellen an Bedeutung.
Bild: panumas nikhomkhai / Pexels · Pexels · Pexels Lizenz: kostenlos nutzbar, Attribution freiwillig