Wie MIT Technology Review berichtet (https://www.technologyreview.com/2026/07/03/1140148/a-device-that-revives-eyeballs-from-dead-donors-could-make-eye-transplants-possible/), haben Forscher ein neuartiges Gerät entwickelt, das Augen von verstorbenen Spendern reaktiviert und so die Voraussetzungen für erfolgreiche Augen-Transplantationen schafft. Diese Entwicklung könnte einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von Erblindung darstellen, da bislang die Transplantation ganzer Augen als äußerst schwierig galt.
Herausforderungen bei Augen-Transplantationen
Die Transplantation eines kompletten menschlichen Auges ist eine der komplexesten Operationen in der Medizin. Neben der chirurgischen Schwierigkeit ist vor allem die schnelle Degeneration des Auges nach dem Tod des Spenders ein großes Problem. Bisherige Versuche, ganze Augen zu transplantieren, scheiterten häufig daran, dass die Netzhaut und andere empfindliche Strukturen zu schnell abgebaut wurden, sodass das transplantierte Auge keine Sehfunktion entwickeln konnte.
Das neue Reanimationsgerät
Das von den Forschern entwickelte Gerät versorgt das Auge außerhalb des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen, ähnlich wie eine künstliche Blutzirkulation. Dadurch bleiben die Zellen der Netzhaut und anderer wichtiger Strukturen länger funktionsfähig. In Experimenten konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die Augen nach mehreren Stunden außerhalb des Körpers noch aktiv auf Lichtreize reagieren konnten – ein entscheidender Schritt, um die Sehfähigkeit nach einer Transplantation zu erhalten.
Bedeutung für die Augenmedizin
Diese Technologie könnte die Verfügbarkeit von Spenderaugen deutlich erhöhen und die Erfolgschancen von Transplantationen verbessern. Für Patienten mit irreversibler Erblindung durch Netzhautschäden oder andere schwere Augenerkrankungen eröffnet sich damit eine neue Therapieoption. Zudem könnte das Gerät die Forschung an Netzhauterkrankungen vorantreiben, da lebende Augenproben für Studien besser erhalten bleiben.
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